Impressionen

Experimente mit Zukunftstechnologie Leichtbau

Initiative junge Forscherinnen und Forscher bei uns zu Gast

Technologisch ging es diesen Freitag an der Rudolf-Steiner-Schule Coburg zur Sache. Welche Chancen die Zukunftstechnologie Leichtbau unserer Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt bietet und wie sie zum Einsatz kommt, vermittelten Dr. Christoph Stolzenberger, Thomas Pfister, Miriam Wirth, Claudia Wegmann und Theresa Hein von der IJF (Initiative junge Forscherinnen und Forscher) bei ihrem Schulbesuch Schülern der Mittel- und Oberstufe auf anschauliche Weise.

Referent
IJF-Referent Thomas Pfister führt in die Zukunftstechnologie Leichtbau ein

„Wie man möglichst viel Gewicht einspart, ohne dass darunter die Funktion leidet, sondern sich noch verbessert, ist die Philosophie, die hinter dem Leichtbauprinzip steckt", erklärte Thomas Pfister dem jugendlichen Publikum bei seiner Einführung über die Grundlagen des Leichtbaus. Leichtbau zählt zu den für Umwelt und Wirtschaft wichtigen Zukunftstechnologien. Eine Schlüsselrolle spielt diese Technologie vor allem im Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau, in der Luft- und Raumfahrt sowie in der Bauindustrie.

Auf die achte und zehnte Klasse wartete im Anschluss daran eine Reihe von Experimenten, die speziell für die Altersstufe konzipiert waren. Anhand von Lernstationen und des Großexperiments „Brückenbau“ erarbeiteten sich die Schüler in Kleingruppen die Kernelemente der Leichtbau-Thematik. Dabei führten sie Materialtests, Kosten-Nutzen-Rechnungen über verwendete Baumaterialien durch und setzten sich mit Faserverbund-Werkstoffen auseinander. Ein regelrechter Wettbewerb entbrannte beim „Brückenbau“-Experiment. Hierbei mussten die Schülergruppen aus Papier eine Brücke entwerfen, die „befahrbar“ ist, nicht geklebt, ohne Brückenpfeiler auskommt und mindestens in der Mitte ein 500g Massestück tragen kann. Doch auch die Aufgabe, ein Automobil der Zukunft zu entwerfen und mit den Kriterien der Sicherheit, Nachhaltigkeit und des Kostenaufwands zu kalkulieren, fand großen Anklang. Erfolgreich waren die Experimente nicht nur im Hinblick auf ihr Gelingen. Gerade diese außergewöhnliche Form der Wissensvermittlung über ein junges Forscherteam sowie die Möglichkeit des eigenständigen Ausprobierens sprach die Klassen an. „Es ist einmal eine andere Form des Unterrichts und macht ziemlich viel Spaß“, sagt Zehntklässlerin Laura.

Mit einem klassenübergreifenden Vortrag zur Berufsorientierung, in dem verschiedene naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder vorgestellt wurden, fand der Schulbesuch der IJF seinen Ausklang. Besonders wurde dieser Ausblick gerade durch die Verknüpfung mit den sehr verschiedenen Werdegängen der Referenten, die den Schülern ihre persönlichen Erfahrungen schilderten. Dies war auch der Moment, wo es im Raum mucksmäuschenstill wurde. Studierende und Koordinatorin Theresa Hein gab den Schülern noch mit auf den Weg, sich bei all der Berufsorientierung „nicht zu sehr von so etwas wie Zukunftsängsten beeinflussen“ zu lassen, sondern darauf zu schauen, was einem Spaß macht.

Die Initiative für Junge Forscherinnen und Forscher engagiert sich als gemeinnütziger Verein für die Bildung von Kindern und Jugendlichen im Bereich der Zukunftstechnologien. Mit dem „Zukunftsprojekt Faszination Technologien“, das vom Europäischen Sozialfonds gefördert sowie von Wirtschafts- und Forschungseinrichtungen unterstützt wird, eröffnet die IJF dem Nachwuchs Bildungschancen und stärkt das Technikinteresse, um mittel- bzw. langfristig dem Fachkräftemangel in den Technologieberufen entgegenzuwirken.

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27. Juli 2018
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