Impressionen

Theateraufführung der 8. Klasse

(Katharina Wüstefeld) - Wie Christian Theodor seinen Schatten verlor, das konnten die Schüler der Rudolf-Steiner-Schule in Coburg miterleben. Die 8. Klasse hatte zu zwei Vormittags- und zwei Abendaufführungen der Märchenkomödie „Der Schatten“ von Jewgeni Schwarz geladen. Klassenübergreifend war der Festsaal mit Schülern gefüllt. Das Besondere ist nicht nur, dass das Theater vor Ort stattfindet, sondern auch, dass sich Akteure und Publikum gut kennen. 

Theaterspielen hat an der Waldorfschule Tradition, steht sogar im Lehrplan, nicht in Form einer Theater-AG, sondern als Klassenprojekt. Alle 20 Schüler der 8. Klasse haben eine Rolle. Und das Stück von Jewgeni Schwarz selbst gewählt, ebenso ihre Wunschfigur, wobei es den Lehrern nicht um die bestmögliche Besetzung, sondern um die bestmögliche Entwicklung der Jugendlichen geht.  

Seit den Faschingsferien wurde geprobt: vom Plakat gestalten, über das Bühnenbild bis zu den Kostümen war alles in der Hand der 8. Klasse, natürlich mit der Unterstützung der Lehrer. Nur um die Bühnenbeleuchtung musste sich  Regisseur Ulrich Dallmann selbst kümmern, „dafür ist die Klasse zu klein“.  

Bühne frei, Vorhang auf: der Historiker Christian Theodor, ein Freund von Hans Christian Andersen möchte die Geschichte des Märchenlandes studieren. Dort trifft er eine Prinzessin und verliebt sich in diese... so weit, so gut.

Der Gelehrte ist ein „kindlicher Mensch“ und möchte auf das Königreich verzichten, doch sein eigener Schatten, sein bester Freund, wie er denkt, hat andere Pläne und sorgt für einige Verwirrung im Märchenland. Der Schatten verbündet sich mit dem Premierminister und dem Finanzminister, die Angst haben ihre Macht zu verlieren.  

Der Gelehrte, von Florian Mulz gespielt, scheint zum Schluss recht verlassen zu sein. Besitzt doch sein Schatten, Josef Greschke, inzwischen Prinzessin und Thron. Als der Schatten (Theodor Christian), den Gelehrten (Christian Theodor) köpfen lässt, verliert er allerdings selbst den Kopf. Gut, dass es das „Wasser des Lebens“ gibt und, dass es sich um eine Märchenkomödie handelt. Somit Ende gut, alles gut.

Gerade der Finanzminister alias Itay Yuz sorgt für viel Erheiterung, da er einen gebrechlichen Mann darstellt, eine Art Marionette, der seinen Lakaien befehlen muss, in welche Körperstellung sie ihn bringen sollen. Einmal ist es „äußerste Empörung“ ein anderes mal ist es „heitere Sorglosigkeit“. Der junge Schauspieler findet seine Rolle selbst, witzig, einfallsreich und ist sehr zufrieden damit.

Ich bin aufgeregter, wenn ich vor den Schülern spiele“ sagt Itay Yuz. Das jüngere Publikum ist zum einem unruhiger; schließlich dauert das Stück fast zwei Stunden; zum anderen scheinbar kritischer. Immerhin sitzen dort ältere Schüler, die bereits ihr 8. Klass-Stück gespielt haben, oder neugierige Jüngere, die noch spielen werden.

Das Spiel stärkt nicht zuletzt das Gemeinschaftsgefühl, auch wenn man vorher schon ein gutes Miteinander pflegte, wie eine Schülerin charakterisiert. 

Hinterher wird in einem Klassenraum vor Spiegeln abgeschminkt. Einige Protagonisten haben rote Wangen, man kann nicht erkennen, ob durch Schminke oder Aufregung. Klar erkennbar: Stolz, Erleichterung und Selbstbewusstsein erfüllen den Raum.

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