Impressionen

Der Körper als Instrument

Ein paar Schüler stehen am Lichtpult und sprechen letzte Einzelheiten durch. Ob Sie aufgeregt sind? Nein, sie kennen Aufführungen seit der ersten Klasse. Doch etwas ist diesmal anders. Heute schließen sie nach zwölf Jahren das Fach Eurythmie ab.

Für diesen Tag wird intensiv geprobt, wochenlang. In Gruppen oder einzeln setzen die Jugendlichen ihre eigene Choreographie zu sprachlichen und musikalischen Werken um. Und präsentieren diese dann auf der Bühne. Unterstützt von der erfahrenen Eurythmielehrerin Isabella Loh, die sie auch bewerten wird.

Für viele das letzte Mal, um sich mit dieser Kunstform auseinanderzusetzen, „gut, dass es vorbei ist“, sagt ein Schüler. Allerdings dringen Eurythmieworkshops allmählich in Betriebe vor, und ins Management. „Da würde ich natürlich mitmachen, wenn es angeboten wird. Es macht Sinn und ist gut für die Körperkoordination, um Zusammenhänge wahrzunehmen, zur Selbstreflexion...“

Im Publikum unter anderem erwartungsvolle Grosseltern. Oma Gerlinde Schwämmlein ist bereits durch frühere Aufführungen fasziniert vom Körpergefühl der Schüler, „die Haltung, wie sie mit ihren weichen, leichten Kleidern zu schweben scheinen.“ Gleichzeitig kritisiert sie, dass an anderen Schulen nur sturres Lernen verlangt wird.

Isabell Loh begrüßt die zahlreichen Gäste mit einführenden Worten „... ich erwarte nicht, dass die Schüler heute alles bis dahin Gelernte zeigen. Heute dürfen sie Eurythmie als Kunst erleben, mit dem Körper als Instrument..“

Mit dem Stück „One Sommer´s Day“ von Joe Hisaishi, vorgetragen von Anna Beyer, Nils Menzel und Felix Schneider, beginnt die Präsentation der „bewegten Abschlussarbeiten“.

Die Lehrerin führt durch das Programm, bittet das Publikum zwischen den Auftritten nicht zu klatschen, sich stattdessen treiben zu lassen. Man kann beobachten, wie sie, unterhalb der Bühne, ihren Schützlingen beisteht, wie sie mitfiebert und sich bewegt.

Die Vorführungen sind sehr unterschiedlich: intensiv, dynamisch, zart, langsam, schnell...
Patrick Keupp, im selbstentworfenen Kostüm (schwarzer Anzug mit leuchtend parallelen Streifen) interpretiert das Gedicht „Die zwei Parallelen“ von Christian Morgenstern. Man verfolgt das Zusammenspiel von Stimmen und Instrumenten, Farben und Bewegungsrichtung. Angereichert durch Gefühl und Charakter.

In Männeranzügen und mit Sonnenbrillen bewegen sich vier Schülerinnen zu einem Musikstück von Pink Floyd „Time“, Eurythmie modern. Nicht immer sind fließende Gewänder nötig. Begleitet wird teilweise am Klavier und durch einen Sprecher.

Was auffällt, sind die Hände der jungen Erwachsenen, wie sie den Raum erobern. Wunderschöne Hände, deren fliessenden Bewegungen sich zeigen wie zugehörige Mensch: zart, kraftvoll, frei und bereit. Die Offenheit und Präsenz der jungen Darsteller beeindruckt das Publikum. Eurythmie berührt – es wird lange geklatscht. Welche Persönlichkeiten sich da zeigten! Ein inspirierender Nachmittag...

Text: Katharina Wüstefeld Fotos: Hans-Joachim Döhner

Aktuelle Termine

23. Januar 2018
Regionalentscheid Mä/Ju III (2003 – 2006)
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Eurythmieabschluss 12 R
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06. Februar 2018
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23. Februar 2018
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Festsaal

24. Februar 2018
Präsentation der Jahresarbeiten der 12. Klasse
ab 15.00 Uhr
Festsaal

28. Februar 2018
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Festsaal

06. März 2018
Schulführung
18:00 Uhr
Schulbüro