Impressionen

Heimat – eine Umfrage über den wichtigsten Ort der Welt

Schüler starten Heimatumfrage in Coburg

Im Zuge unserer Projektwoche zum Thema Heimat, die im Zeitraum vom 20. bis 24. Juni an der Rudolf-Steiner-Schule stattfand, konnten die Schüler der Mittel- und Oberstufe aus verschiedenen Projekten ihren Favoriten wählen. Unsere Gruppe beschäftigte sich mit der „Heimatumfrage“. Das heißt, wir erstellten zunächst einen Fragebogen mit zwölf Fragen zum Thema Heimat. Mit diesem zogen wir am Montag los nach Coburg in die Innenstadt. Insgesamt befragten wir 106 männliche und weibliche Personen mit und ohne Migrationshintergrund zwischen18 und 82 Jahren.


Das Statistik-Team bei der Auswertung der Heimatumfrage

Am Dienstagmorgen unterteilten wir uns in eine künstlerische und eine Statistik-Gruppe. Das künstlerische Team entwarf Motive zu unserem Thema Heimat, wovon die besten auf Baumwolltaschen gedruckt und auf dem Sommerfest dieses Wochenende am Samstag, den 25. Juni, verkauft werden. Das Statistik-Team wertete die Fragebögen aus, veranschaulichte die Ergebnisse mittels Statistiken und war für das schriftliche Festhalten dieser in einem Artikel verantwortlich.

Überraschend fielen die Ergebnisse der Heimatumfrage bei einem Vergleich der Antworten der Befragten mit und ohne Migrationshintergrund aus. Hinsichtlich der gestellten Frage, welchen Stellenwert Kultur und Sprache beim Heimatempfinden einnehmen, antworteten über 30 Prozent der befragten Personen mit Migrationshintergrund, dass für sie sowohl die Kultur als auch die Sprache eine hohe Priorität einnehmen und lediglich 15 Prozent der Personen ohne Migrationshintergrund empfanden diese als wichtig für Ihr Verständnis von Heimat. Auf die Frage, welche Relevanz der Beruf bei der Vorstellung von Heimat hat, gaben über 50 Prozent der Personen ohne Migrationshintergrund an, dass dies für sie ein ausschlaggebender Punkt für ihr Heimatempfinden ist. Demgegenüber steht, dass nur 30 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund den Beruf für ihr Heimatempfinden als wichtig erachten.

Ebenfalls wurden die Passanten befragt, wie sie dazu stehen würden, wenn Heimat/ Kultur in ein fremdes Land eingebracht werde. Hierbei waren alle Befragten ähnlicher Meinung. So äußerten sich 60 Prozent positiv dazu. 30 Prozent hingegen werteten dies negativ und 10 Prozent verhielten sich demgegenüber unentschlossen.

Bezogen auf die Frage, welchen Stellenwert die Familie dabei einnimmt, ob man sich an einen Ort beheimatet fühlt, wiesen 67 Prozent der Befragten dieser eine große Rolle zu. Hinsichtlich der Frage, ob die Heimat ein Ort oder eher ein Gefühl verkörpere, äußerten mehr als die Hälfte der insgesamt befragten Umfrageteilnehmer, dass es für sie ein Gefühl ist und nur 24 Prozent betrachteten die Heimat als ortsbezogen, 19 Prozent empfinden Heimat sowohl als ein Gefühl als auch an einen Ort gebunden.

 

Die letzte Frage unserer Heimatstudie lautete: „Wünsche ich mir etwas, damit Coburg noch mehr zu meiner Heimat wird?“. Hier äußerten die Coburger Passanten vermehrt den Wunsch nach Menschlichkeit und Offenheit sowie noch weitere Möglichkeiten für das Mitwirken von jungen Leuten. Vielleicht sollten wir uns das zu Herzen nehmen, um ein noch freundlicheres und offeneres Coburg zu gestalten.

Das Statistik-Team

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