Impressionen

Ein Wochenende für die Kunst: Viel mehr als nur Namen tanzen

Coburger Waldorfschüler werden im Mai diesen Jahres das erste Mal am Internationalen Jugend Eurythmie Festival in Witten, im Ruhrgebiet auftreten. In Kooperation mit der Waldorfschule Dresden werden die 10. Klassen beider Schulen gemeinsam auf der Bühne stehen. Seit dem Sommer proben die Schüler beider Klassen getrennt in ihren Städten. Nun trafen sich beide Klassen, um die einstudierten Choreografien zusammenzufügen. Dafür kamen die Dresdener Schüler am 13.01.2017 für ein Wochenende nach Coburg.

Zur Kooperation der beiden Schulen kam es durch die zwei befreundeten Eurythmielehrer Andreas Reuther (Dresden) und Petra Martin (Coburg). Sie sind ein eingespieltes Team, schon ihren Master in Eurythmie absolvierten sie gemeinsam an der Freien Hochschule Stuttgart.

Seit Jahren ist der Dresdner Eurythmielehrer mit seinen Schülern in Witten dabei, nun wird das lang erwünschte Projekt der beiden Kollegen und ihrer Schüler realisiert, „So ein Wochenende geht nur mit Vertrauen.“ Freude und Anspannung herrschte vor dem ersten Zusammentreffen der beiden Klassen.

„Am Anfang hatten wir so unsere Startschwierigkeiten, wir mussten uns aneinander gewöhnen, jetzt läuft es sehr gut", berichtet Joshua Pilarzyk, Schüler aus Coburg am Samstagabend. „Das hier hat nichts mehr mit Namen tanzen zu tun“

Die Darbietung besteht aus mehrere Teilen, wobei sich Sprache und Musik stets abwechseln und aufeinander aufbauen. Begleitet werden die Schüler am Klavier (Coburgprobe Irina Krune) und in Witten von Larissa Naumovich Sie spielt das zeitgenössische Klavierstück von Boris Tishchenko, welches er 1972 der Stadt Prag widmete. „Es ist ein gewöhnungsbedürftiges, verrücktes, aber schönes Klavierstück“ sagt Mascha Dagen, Schülerin aus Dresden. Abwechselnd mit der Musik gestalten die Schüler ein zeitgenössisches Gedicht von Friedrich Kempter, dem Gründer der Freien Waldorfschule Engelberg. Ein Drache, welcher als Synonym für Terror, Krieg, Angst… steht zerstört die Erde, aber etwas bleibt, etwas wird von göttlichem beschütz, Liebe und Glaube bestehen, selbst in den schlimmsten Zeiten und haben am Unvergänglichen teil.

Die Wahl der Musik und des Gedichtes wurde mit den Schülern abgestimmt, die Choreografie zusammen erarbeitet und durch die Eurythmielehrer erläutert und vorgeführt, „Kunst kann man nicht erzwingen“, wovon sie beide überzeugt sind. „Sich mit seinem eigenen Körper auseinander zu setzen kann schmerzhaft sein.“

Alle Schüler und ihre Lehrer schliefen im Schulgebäude, so konnte von früh bis spät geprobt werden. Allein am Samstag kamen acht bis neun Stunden intensive Arbeit zusammen.

Am Ende der ereignisreichen Tage wurde gefeiert, die Schulräume wurden zu Partyräumen. „Es funktioniert“ erzählt Petra Martin, „die Schüler haben die Verpflegung organisiert.“

Wenn die Lehrer vom Internationalen Jugend Eurythmie Festival sprechen, so tun Sie dies leidenschaftlich, „es kommen Teilnehmer aus aller Welt - Südamerika, Asien, Europa, verschiedene Kulturen treffen aufeinander und das zeigt sich auch in den unterschiedlichen Eurythmiewerken.“

„Die Schüler können sich in Witten Anregungen für ihren bevorstehenden Eurythmieabschluss holen“ erzählen Petra Martin und Andreas Reuther. „Nicht jeder Besucher steht auf der Bühne“ erklären sie, „Aber alle kommen wegen der Eurythmie, ca. 800 Menschen. Eurythmische Qualität ist Grundvoraussetzung!“

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